Monatsspruch Februar 2018:

«Es ist das Wort ganz nahe bei dir, in deinem Munde und in deinem Herzen, dass du es tust.»   Dtn 30,14

 


Sonntag, 4. März 2018, 9.30 Uhr: Gottesdienst zum Weltgebetstag: Thema «Gottes Schöpfung ist sehr gut»

Mit diesem Motto laden uns die Frauen aus Surinam zum diesjährigen Weltgebetstag ein. So steht auch Gottes Schöpfung im Zentrum unserer Feier am Sonntag, 4. März 2018 um 9.30 Uhr in der Kirche.

Wir lernen die sieben Volksgruppen Surinams kennen, die sich im Laufe der Geschichte aus allen Teilen der Welt in Surinam angesiedelt haben. Für Surinam ist eine intakte Natur überlebenswichtig. Doch die natürlichen Ressourcen sind bedroht - unter anderem durch den gedankenlosen Umgang mit Abfall welcher der Umwelt enorm schadelt. In unserer Feier bitten wir Gott um Vergebung; mit seiner Hilfe wollen wir uns um einen fürsorglicheren Umgang mit seiner Schöpfung und uns Mitmen-schen bemühen.

Der Weltgebetstag soll die ganze Welt im Gebet verbinden. Mit der Kollekte werden Projekte zur Förderung der wirtschaftlichen Unabhängigkeit von Frauen und Familien unterstützt. Nach der vielfältigen Feier mit Informationen zum Land, farbigen Bildern, frohen Liedern, Gebeten, meditativen Impulsen und persönlichen Anregungen zum Thema sind alle herzlich zu einem Apéro riche ins Sternenzentrum zu Spezialitäten aus Surinam eingeladen.



Monatstext für Februar 2018 von Pfarrer Peter Raich

Zeig dich! Sieben Wochen ohne Kneifen

Fastenzeit 14. Februar bis 2. April

Es passiert mir oft, dass ich zu einer Situation oder Handlung Stellung beziehen müsste, wenn ich sehe, dass etwas gewaltig schief läuft. Meist erhalte ich dann den Rat, es lieber bleiben zu lassen. Das könnte unangenehme Diskussionen hervorrufen.

«Wenn du dazu etwas sagst, bist du der schwarze Peter!»

Natürlich haben meine Berater recht. Aber ist es richtig, dazu zu schweigen? Unser Motto für die diesjährige Fastenzeit ist eindeutig. Es heisst «Zeig Dich! Sieben Wochen ohne Kneifen». Ja, Debatten sind lästig, aber ohne Rede und Gegenrede kommt eine Gemeinschaft nicht weiter.

Zeig dich! Das fiel einem Mönch namens Martin Luther vor 500 Jahren nicht unbedingt leicht. Er rang sich durch. Und vor ihm viele andere, wie die Bibelstellen auf Seite 3 zeigen: Gott zeigt sich jenen, die mit ihm, also mit der Wahrheit ringen wie Jakob. Und er zeigt sich in den Menschen, die Mitgefühl zeigen, anderen helfen wie der barmherzige Samariter. Zu zeigen, dass man liebt, das kann man von der Frau lernen, die Jesus mit kostbarem Nardenöl salbt. Dass wir nicht kneifen sollen, wenn wir einen Fehler gemacht haben, zeigt wiederum der Schöpfergott dem nackten Adam, der sich mit schlechtem Gewissen vor ihm versteckt.

Widerstände von aussen überwindet der blinde Bettler, der voller Hoffnung nach Jesus ruft. Seine Freunde zischen ihm zu, er solle doch die Klappe halten. Zum Glück tut er es nicht.

Zu zeigen wofür man steht, kann schwer sein. «Ich kenne den Menschen nicht» sagt ein gewisser Simon Petrus drei Mal, als er auf den verhafteten Jesus angesprochen wird. Ja, er kneift. Wie Jona, der erst im Bauch des Wals nicht mehr vor Gott und vor sich selbst wegrennen kann. Da endlich sieht er klar: Ich muss raus, mich zeigen, mit den Leuten reden, auch wenn ich mich davor fürchte, auch wenn es unangenehm werden kann.

Und ich? Werde ich mich im Betrieb, im Gemeinderat, an der Schule, im Verein, in der Clique, im Sportclub … zu Wort melden? Ein Versuch ist es allemal wert. Und die Belohnung wird zumindest eine neue Erfahrung sein.

Ich wünsche uns allen eine Fastenzeit mit offenen Augen und einem offenen Visier!

Euer Peter Raich, Pfarrer



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