Monatsspruch April 2019:

«Jesus Christus spricht: Ihr sollt wissen: Ich bin immer bei euch, jeden Tag, bis zum Ende der Welt.»  

(Mt 28,20)

 

 


Monatstext für April 2019 von Inge Müller

OSTERN: Weil das Leben stärker ist

Ostern ist das Fest gegen die Angst. Weihnachten ist ein Versprechen, Ostern die Erfüllung, Christi Geburt eine Hoffnung, seine Auferstehung ein Ereignis, das alles irdisch begrenzte Hoffen und Wünschen übersteigt und erfüllt. Ostern ist pures Leben, das den Tod überwindet, Befreiung und Erlösung.

«Erlöster müssten sie mir aussehen, die Christen», hat der Philosoph Friedrich Nietzsche einst kritisch angemerkt. Man stelle sich vor, man würde uns Ostern wirklich ansehen! Man könnte es ablesen an unserem mutigen Gang, es würde jedem entgegenleuchten aus unseren Augen, entgegenlachen aus unserem Mund, entgegenkommen mit ausgebreiteten Armen.

Manchmal, in kostbaren Minuten des Glücks, leben wir diese Vision. Dann wieder schaffen wir es nicht, den Stein unserer Angst auch nur wegzudenken, selbst wenn wir wissen, dass er unsere Welt klein, beschränkt, zaghaft und feindselig werden lässt, dass er uns die Luft zum Atmen nimmt. Dabei müssen wir doch nur sehen, was ist: Beiseite gerollt hat den Stein längst ein anderer.

Es gibt keinen Grund mehr, dem Wandel, dem Neuen und Fremden generell zu misstrauen. Keinen Anlass, im Gewohnten zu verharren, den Anfang, den Ausstieg, den Aufbruch lieber nicht zu wagen. Seit Ostern sind wir Erlöste, wissen wir, dass das Ende niemals nur das Ende ist, sondern immer auch ein Anfang. Und das darf und sollte man uns ansehen!



Auf die Bibel hören: Der Osterbericht im Markusevangelium

Am Abend, als der Sabbat vorüber war, kauften Maria aus Magdala, Salome und Maria, die Mutter von Jakobus, wohlriechende Öle, um den Leichnam von Jesus zu salben.

Früh am Sonntagmorgen, gerade als die Sonne aufging, kamen die Frauen damit zum Grab.

Schon unterwegs hatten sie sich besorgt gefragt: «Wer wird uns nur den schweren Stein vor der Grabkammer beiseite wälzen?»

Umso erstaunter waren sie, als sie merkten, dass der riesige Stein nicht mehr vor dem Grab lag.

Sie betraten die Grabkammer, und da sahen sie auf der rechten Seite einen jungen Mann sitzen, der ein weisses Gewand trug. Die Frauen erschraken sehr.

Aber der Mann sagte zu ihnen: «Habt keine Angst! Ihr sucht Jesus aus Nazareth, den Gekreuzigten. Er ist nicht mehr hier. Er ist auferstanden! Seht her, das ist die Stelle, wo man ihn hingelegt hatte.

Und nun geht zu seinen Jüngern und zu Petrus und sagt ihnen, dass Jesus euch nach Galiläa vorausgehen wird.

Dort werdet ihr ihn sehen, wie er es euch angekündigt hat.»

Da flohen die Frauen aus dem Grab und liefen davon. Angst und Schrecken hatte sie erfasst. Sie redeten mit niemandem darüber, so entsetzt waren sie.

Markusevangelium 16, 1–8



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