Monatsspruch Februar 2019:

«Ich bin ganz sicher, dass alles, was wir in dieser Welt erleiden, nichts ist verglichen mit der Herrlichkeit, die Gott uns einmal schenken wird.»  

(Röm 8,18)

 

 


Sonntag, 17. Februar, 9.30 Uhr, Kirche: Familien-Gottesdienst mit Taufe

Peter Raich, Pfarrer,

Beatrice Hitzler, Katechetin,

Doris Engel KUW-Mitarbeiterin und Organistin,

und die Schülerinnen und Schüler der 5. Klasse



Monatstext für Februar 2019 von Pfarrer Peter Raich

Auf die Bibel hören - nach den Menschen fragen

Während meines Studiums besserte ich mein Jahresbudget durch Ferienarbeit auf. Ich hatte Glück und konnte lange im gleichen Betrieb arbeiten. Mit den Mitarbeitern und unserem Vorgesetzten kam ich oft über meinen Glauben und meinen zukünftigen Beruf ins Gespräch. Eines Morgens rief mich der Chef, von der Gestalt eines Schwergewichtsboxers und mit der Stimme von Curd Jürgens, zu sich ins Büro und erklärte mir mit siegesgewissem, abschätzigem Ton: «Die Bibel ist auch nicht mehr dasselbe wie früher. Das Neue Testament ist nicht einmal mehr halb so dick wie es das Alte war.» Er war davon ausgegangen, dass das Alte Testament überarbeitet worden war und das neu entstandene Testament deutlich schlanker herausgekommen war. Er hatte tatsächlich eine Ausgabe des Alten und eine des Neuen Testaments im Büchergestell zuhause gefunden – aber kein Wort darin gelesen.

Im Visier der Vision: Die Bibel

Vor eineinhalb Jahren hat unsere Kirche mit einem grossen Fest in der Stadt Bern ihre neue Vision begrüsst: «Von Gott bewegt. Den Menschen verpflichtet. » Mit diesem Grundsatz wollen die Reformierten Kirchen Bern-Jura-

Solothurn in den kommenden Jahren unterwegs sein. Die Vision und ihre sieben Leitsätze sollen das kirchliche Leben auf sein Fundament ausrichten und einen Weg in die Zukunft weisen. Vision und Leitsätze drücken aus, wie unsere Kirche sich den Herausforderungen von heute und morgen stellen will: als offene, vielfältige Volkskirche; als Kirche in einer lebendigen reformierten Tradition; und als Kirche auf biblischem Fundament.

Ein Leitsatz als «Jahresmotto»

Jedes Jahr soll in Zukunft ein Leitsatz besonders im Mittelpunkt stehen. Nicht ausschliesslich, aber als Schwerpunkt. Der Leitsatz bildet sozusagen ein Jahresmotto – ohne dass dabei die anderen Leitsätze vergessen werden sollen. Der Visionssonntag eröffnet jeweils für das kommende Jahr den Weg mit dem neuen Leitsatz. Für das Jahr 2019 ist dies der erste Leitsatz: «Auf die Bibel hören – nach den Menschen fragen.» Wir wollen Gelegenheiten schaffen, zusammen darüber nachzudenken, was es für uns persönlich und unsere Kirchgemeinde bedeutet, sich an den biblischen Texten zu orientieren. Und was es heisst, ernsthaft nach den Menschen zu fragen. Nicht nur nach denen, die bereits am kirchlichen Leben teilnehmen, sondern auch nach den vielen, die dies nicht tun.

Bibelforschung

Nachdem ich meinen Chef über Altes und Neues Testament aufgeklärt habe, hat er begonnen, die Bibel zu lesen und in der Folge hatten wir viel Gesprächsstoff in der Znünipause. Wann hast Du das letzte Mal in der Bibel gelesen? Wo steht sie bei Dir im Regal? Welche Übersetzung liegt vor: Ist es eine Zürcher Bibel oder eine Lutherbibel oder die Bibel mit dem Titel: «Hoffnung für alle»? Oder ist es die Einheitsübersetzung? Enthält Deine Bibel eine Einführung und Erklärungen zu ihrer Entstehung und zur Umwelt, in der sich die Geschichten der Bibel ereignet haben? Und wusstest Du, dass die Bibel eine ganze Bibliothek von Büchern enthält? Wie viele Bücher sind in Deiner Bibel enthalten 66 oder 73?

Lust auf Bibel?

Ich empfehle, nicht aufs Gradewohl die Bibel von vorne bis hinten zu lesen. Es braucht Einstiegshilfen oder Rezepte wie beim Kuchenbacken. In unserer Erwachsenenbildungsreihe gibt es spezielle Bibelabende (4. März; 29. April und 3. Juni). Sie können helfen, sich auf verschiedene Weise an die Bibel heranzutasten. Aber auch in jedem Gottesdienst steht ein Bibeltext im Zentrum, den wir mit unserem Alltag konfrontieren.

In diesem Jahr werden wir darauf besonders achten, die Bibel in vielfältiger Weise wieder schmackhaft zu machen. Übrigens, falls Du mitmachen willst jedoch Deine Bibel nicht mehr finden kannst, kannst Du immer eine im Sekretariat oder im Pfarrhaus abholen.

Peter Raich, Pfarrer



Pfarrer Peter Raich
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