Monatsspruch Dezember 2019:

«Wer im Dunkeln lebt und wem kein Licht leuchtet, der vertraue auf den Namen des Herrn und verlasse sich auf seinen Gott.»  

(Jes 50.10)

 

 

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Sonntag, 15. Dezember 2019, 9.30 Uhr, Kirche: Predigtgottesdienst, Pfarrer Peter Raich

Yeon-Jeong Müdespacher, Orgel



Jesus Christus - Gottes Wort in die Welt

Am Anfang war das Wort. Das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott selbst. Von Anfang an war es bei Gott. Alles wurde durch das Wort geschaffen; nichts ist ohne das Wort entstanden. In ihm war das Leben, und dieses Leben war das Licht für alle Menschen. Es leuchtet in der Finsternis, und die Finsternis hat es nicht auslöschen können. Gott schickte einen Boten, einen Mann, der Johannes hiess. Sein Auftrag war es, die Menschen auf das Licht hinzuweisen.

Alle sollten durch seine Botschaft an den glauben, der das Licht ist. Johannes selbst war nicht das Licht. Er sollte nur ein Zeuge für das kommende Licht sein. Das wahre Licht ist der, der in die Welt gekommen ist, um für alle Menschen das Licht zu bringen. Doch obwohl er unter ihnen lebte und die Welt durch ihn geschaffen wurde, erkannten ihn die Menschen nicht. Er kam in seine Welt, aber die Menschen wiesen ihn ab. Die ihn aber aufnahmen und an ihn glaubten, denen gab er das Recht, Kinder Gottes zu werden.

Johannesevangelium 1, 1–12



Monatstext für Dezember von Inge Müller

Wie kommt Gott in die Welt?

Advent – Ankunft, was heisst das?

Schaut er auf uns herab im Glanz von Mond und Sternen? Blickt er uns an in den Augen eines Kindes, begleitet er uns wie eine Mutter und ein Vater, begegnet er uns im Tod? Lässt er sich verkünden in einem Wort, austeilen in Brot und Wein? Ist er es, der das Leid zulässt oder gar zufügt – oder hat er uns vielmehr den freien Willen geschenkt, uns die Erde als kostbares Geschenk anvertraut?

Wie kommt Gott in die Welt? «Im Anfang war das Wort», so beginnt der Evangelist Johannes seinen Prolog und benutzt dabei die ersten Worte der Genesis: «Im Anfang schuf Gott Himmel und Erde.» Durch die Ankunft Jesu, des lebendigen Wortes Gottes, entsteht eine Schöpfung. Jesus nennt sie «Reich Gottes» und verkündet dessen Anbruch im Hier und Jetzt.

Lukas wird die Engel des Himmels und alle Welt um die Krippe versammeln, er wird schildern, wie Gott in Gestalt eines Kindes erscheint und keinen, der ihm begegnet, unbewegt lässt. Der Evangelist Matthäus stellt Christus in eine Ahnenreihe: Gott wird in eine Menschenfamilie hineingeboren, als unser irdischer Bruder. Markus setzt erst mit Jesu Taufe im Jordan ein, bei der sich der Vater vor allem Volk zum Sohn bekennt. Als ob Gott, der die Liebe ist, in sich bereits eine Gemeinschaft sei, verbunden durch Leben und Geist, Zuwendung und Auftrag, Kraft und Dynamik.

Es lohnt sich, im Advent die Anfänge der vier Evangelien nachzulesen – und dann jeweils den Schluss. Denn so unterschiedlich die Botschaft «Gott kommt zu uns» am Anfang buchstabiert wird, so einig sind sie sich die Chronisten gegen Ende: «Er wird wiederkommen in Herrlichkeit …» beten Christen in aller Welt. Sind wir also dort, wo wir vor Tausenden von Jahren begonnen haben? Wiederum in einer Zeit der Erwartung, in einem zweiten Advent?

Inge Müller



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