Monatsspruch Oktober 2019:

«Hast Du viel, so gib reichlich von dem, was Du besitzt: hast Du wenig, dann zögere nicht, auch mit dem Wenigen Gutes zu tun.»  

(Tob 4,8)

 

 


Sonntag, 27. Oktober 2019, 9.30 Uhr: Familien-Gottesdienst

Peter Raich, Pfarrer, Beatrice Hitzler, Katechetin, Ruth Steiner, KUW-Mitarbeiterin und die Schülerinnen und Schüler der 4. Klasse.

Musik: Yeon-Jeong Müdespacher, Orgel

Kollekte: HEKS



Monatstext für Oktober 2019 von Pfarrer Peter Raich

So nah ist mein Nächster

Jedes Jahr im September erhalte ich Post. Von den Samaritern. Sie auch? Die brauchen Geld. Wofür? Damit sie andern helfen können. Auch Dir und mir, wenn wir in einen Unfall verwickelt werden oder uns zuhause verletzen und ins Spital gebracht werden müssen. Eine gute Sache also, da spendet man gerne.

Aber warum heissen die Samariter Samariter? Wer kennt den Hintergrund für diesen Namen? Bei einer jüngsten Umfrage wusste es nicht eine Person. Und selbst auf der Webseite der Samariter sucht man vergeblich nach dem Ursprung des Namens. So geht es uns mit vielem. Mit der Zeit wird es selbstverständlich, und wir vergessen die Herkunft und die Wurzeln.

Das geht uns auch mit unserem Glauben so. Viele Christinnen und Christen vergessen mehr und mehr, was unser Glaube beinhaltet und welche wichtigen Werte und Haltungen darin enthalten sind.

Unser Text aus dem Lukasevangelium will uns darauf einen Hinweis geben. Er zeigt auf einen zentralen Inhalt unseres Glaubens: auf den Zusammenhang zwischen Gottes- und Nächstenliebe. Der Samariter in dieser Geschichte ist ein («verhasster») Ausländer. Er ist Namensspender für die internationale Hilfsorganisation.

Gegen das Vergessen unseres Glaubens hilft, zwischendurch herunterzufahren, sich hinzusetzen und einen Abschnitt in der Bibel zu lesen. Ich probier’s mal. Sie auch?

Peter Raich, Pfarrer



Der barmherzige Samariter

Da stand ein Gesetzeslehrer auf, um Jesus eine Falle zu stellen. «Lehrer», fragte er, «was muss ich tun, um das ewige Leben zu bekommen?»

Jesus erwiderte: «Was steht denn im Gesetz Gottes? Was liest du dort?» Der Gesetzeslehrer antwortete: «Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, mit ganzer Hingabe, mit all deiner Kraft und mit deinem ganzen Verstand. Und auch deinen Mitmenschen sollst du so lieben wie dich selbst.» «Richtig!», erwiderte Jesus. «Tu das, und du wirst leben.» Aber der Mann wollte sich verteidigen und fragte weiter: «Wer gehört denn eigentlich zu meinen Mitmenschen?»

Jesus antwortete ihm mit einer Geschichte: »Ein Mann ging von Jerusalem nach Jericho. Unterwegs wurde er von Räubern überfallen. Sie schlugen ihn zusammen, raubten ihn aus und liessen ihn halb tot liegen. Dann machten sie sich davon. Zufällig kam bald darauf ein Priester vorbei. Er sah den Mann liegen und ging schnell auf der anderen Strassenseite weiter. Genauso verhielt sich ein Tempeldiener. Er sah zwar den verletzten Mann, aber er blieb nicht stehen, sondern machte einen grossen Bogen um ihn. Dann kam einer der verachteten Samariter vorbei. Als er den Verletzten sah, hatte er Mitleid mit ihm. Er ging zu ihm hin, behandelte seine Wunden mit Öl und Wein und verband sie. Dann hob er ihn auf sein Reittier und brachte ihn in den nächsten Gasthof, wo er den Kranken besser pflegen und versorgen konnte. Am folgenden Tag, als er weiterreisen musste, gab er dem Wirt zwei Silberstücke aus seinem Beutel und bat ihn: «Pflege den Mann gesund! Sollte das Geld nicht reichen, werde ich dir den Rest auf meiner Rückreise bezahlen!»

«Was meinst du?», fragte Jesus jetzt den Gesetzeslehrer. «Welcher von den dreien hat an dem Überfallenen als Mitmensch gehandelt?»

Der Gesetzeslehrer erwiderte: «Natürlich der Mann, der ihm geholfen hat.» »Dann geh und folge seinem Beispiel!», forderte Jesus ihn auf.



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