Monatsspruch Juli 2018:

«Säet Gerechtigkeit und erntet nach dem Mass der Liebe! Pflügt ein Neues, solange es Zeit ist, den Herrn zu suchen, bis er kommt und Gerechtigkeit über euch regnen lässt!»   Hos 10,12

 


 

 

 

             Jodlerchörli 2017

Sonntag, 22. Juli 2018, 10.00 Uhr: Moosegg - Predigt, mit Taufe

Martin Benteli, Pfarrer

Jodlerchörli Moosegg

und Bläsergruppe

im Festzelt, Waldhäusern



Monatstext für Juli 2018 von Pfarrer Peter Raich

Die Welt – ein Liebesbrief Gottes

«Ein Gelehrter beobachtet beim Camping einen Mann vor seinem Zelt beim Gebet. «Haben Sie Gott denn jemals gesehen oder betastet?» fragt er ihn spöttisch. «Nein!» «Dann sind Sie ein Narr!» Am nächsten Morgen weist der Gelehrte auf frische Dachsspuren hin, die bis ans Zelt reichen: «Heute ist ein Dachs hier gewesen!» Da blitzt es in den Augen des Mannes: «Haben Sie ihn denn gesehen oder betastet?» «Nein aber man sieht doch überall seine Fussspuren!» Der Gelehrte weist auf die Umgebung, die Wiesen und den Wald, den Bach und strahlenden Himmel und sagt: «Da – die Fussspuren Gottes!»

Gott begegnen in seiner Schöpfung

Die Fussspuren Gottes wahrnehmen, in mich aufnehmen, über sie staunen, das möchte ich besonders in der Ferienzeit. Die Ruhe der Wälder, die Anmut der Täler, die erfrischenden Bäche und Seen, die Erhabenheit der Berge, das unbeschwerte Zwitschern der Vögel – wie schön ist Gottes Schöpfung.

«Gott ist die Liebe» – «Gott sah alles an, was er gemacht hatte: es war sehr gut» – «Gott schuf den Menschen nach seinem Abbild» – und: der Mensch ist aus dem gleichen Ackerboden geschaffen wie alle anderen Geschöpfe. So sagt es uns die Bibel.

Gott ist die Liebe. Die Liebe aber kann nicht anders als vollkommen schön und gut sein. Ist Gott vollkommen schön und gut, dann ist es auch das, was er als sein Abbild bezeichnet; das von ihm Geschaffene. Durch die Schönheit der Schöpfung begegnen wir Gott.

Das Herz sprechen lassen

In der Natur öffnet sich mein Herz. Es fliesst über von Worten der Dankbarkeit. Das ist offensichtlich Menschen aller Kulturen und Zeiten so ergangen. Worte aus dem Psalm 104 zeugen davon:

«Ich will dich rühmen, mein Gott! Wie bist du so gross!

Zuverlässig ist die Erde, auf der wir stehen. Du hast sie fest gemacht.

Du lässt die Quellen rinnen durch die Täler, zwischen den Bergen laufen sie dahin.

Sie tränken die Tiere auf dem Feld, und die Wildesel löschen ihren Durst.

An ihren Ufern wohnen die Vögel, die unter dem Himmel fliegen, und singen unter den Zweigen.

Du tränkst die Berge mit deinen Wassern, aus deinen Wolken wird die Erde satt.

Du lässt Gras spriessen für die Tiere und Saatgrün unter der Arbeit des Menschen, dass er sich Brot aus der Erde hole und Wein, der sein Herz froh macht.

Dass sein Gesicht fröhlich sei vom Öl, das er erntet, und das Brot sein Herz stärke.

Wie bist du so gross. Ich will dich rühmen, mein Gott.»

Wir müssen nicht ans Ende der Welt reisen, um Gottes Schöpfung geniessen zu können. Sie beginnt vor unserer Türe. Um Gott in ihr zu begegnen, müssen wir unser Herz weit aufmachen.

Ich bin gespannt, welche Spuren Gottes wir alle in diesem Sommer entdecken werden.

Eine erholsame, unbeschwerte Ferienzeit wünscht Pfarrer Peter Raich



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