Monatsspruch Mai 2018:

«Was ist nun also der Glaube? Es ist das Vertrauen darauf, dass das, was wir hoffen, sich erfüllen wird, und die Überzeugung, dass das, was man nicht sieht, exisitiert.»   Hebr 11,1

 

            


Samstag, 2. Juni 2018, Treffpunkt 17.15 Uhr, Bahnhof Bigenthal: Open-Air-Gottesdienst

Die IG Biodiversität und die Kirchgemeinde laden Sie herzlich zu einem abwechslungsreichen Ausflug zu den "Glögglifröschen" (Geburtshelferkröten) ein.

Programm:

- Spaziergang zur Lauchern (Fahrdienst auf Anmeldung),

- fachkundige Erläuterungen durch den Amphibienexperten C. Sieber,

- Naturliturgie mit Pfr. Peter Raich,

- gemeinsames Bräteln,

- individuelle Heimkehr



Monatstext für Mai 2018 von Pfarrer Peter Raich

Mütter können nur Frieden!

Krieg ist das brutalste Geschäft, das die Welt kennt. Das ist nicht erst seit heute so. Die blutige Spur des Militarismus zieht sich schon tausende von Jahren durch die Geschichte der Menschheit. Leider haben sich auch Kirchenleute immer wieder dazu verführen lassen, Macht und Reichtum durch kriegerische Akte zu sichern.

Seit über 100 Jahren wird Muttertag gefeiert. Bei Umfragen wird schnell deutlich, dass die meisten Menschen nichts mehr vom Ursprung dieses Gedenktages wissen.

Eine Frau sagt «nein»

Den Muttertag gibt es tatsächlich nur deshalb, weil vor 150 Jahren eine Frau: «Nein!» gesagt hat. In ihrem Land tobte ein Bürgerkrieg. Er dauerte fast fünf Jahre lang. 650 000 Männer, Familienväter und Söhne wurden getötet und über 400 000 Männer, Frauen und Kinder verletzt.

Ann Maria Reeves Jarvis sagte damals Nein zu den skrupellosen Geschäftemachern der Kriege. Sie sagte Nein zur alten Logik des Krieges, die so funktioniert, wie es die Waffenindustrie möchte. Ein Land so mit Waffen, mit Panzern und Raketen, mit Flugzeugen und Schiffen vollstopfen, dass andere dasselbe tun müssen. Damit dann ein Konflikt entsteht und eskaliert, wird meist die CIA beauftragt, die Lunte zu legen. Die Folgen sind immer Leid, Tod und Zerstörung in unvorstellbarem Ausmass – und nicht zu vergessen; das grosse Geschäft.

Gegen den Krieg hilft nur Phantasie

Ann Maria Reeves Jarvis sagte: Nein. Da machen wir nicht mehr mit. Das ist unmenschlich, unlogisch – und eindeutig unchristlich. Im amerikanischen Bürgerkrieg haben sie und andere Mütter den Irrsinn des Krieges kompromisslos beim Namen genannt und die verfeindeten Soldaten zu einem Essen eingeladen. Das war mal was anderes, das war richtig kreativ! Sie haben die Soldaten aufgefordert sich bei diesem gemeinsamen Essen zu versöhnen. Die Verwundeten haben sie gemeinsam versorgt. So war der Muttertag eigentlich im Ursprung eine Friedensbewegung.

Muttertag – Friedenstag

Den Muttertag als Fest- und Gedenktag gibt es seit über 100 Jahren. Da hat Anna Jarvis, die Tochter jener Nein-Sagerin, diesen besonderen Gedenktag ins Leben gerufen und dafür gesorgt, dass er, in Erinnerung an ihre Mutter, weltweit bekannt wird. In den USA ist der Muttertag aus kommerzieller Sicht einer der wichtigsten Feiertage. Nur an Weihnachten geben die Amerikaner mehr Geld für Geschenke aus. Anna Jarvis, die «Mutter des Muttertages», ist wegen dieser kommerziellen Entwicklung des Gedenktages schon früh zur Gegnerin des von ihr ins Leben gerufenen Ehrentages geworden. Sie setzte sich deshalb sogar für die Abschaffung des Muttertages ein.

Mütter an die Front

Wenn alle zwei Milliarden Christinnen und Christen leben und handeln würden wie Jesus, gäbe es nie wieder Krieg in der Welt. Denn Christen können sich nur für Frieden, niemals für Krieg engagieren! Schade, dass dies eine Utopie bleiben wird. Vermutlich gibt es dazu wohl nur eine Alternative: Ruft die Legionen der Mütter an die Fronten!

Sie werden ihren Söhnen und Töchtern die Gewehre und Kanonen aus den Händen reissen. Vor allem, weil sie in den feindlichen Heeren nichts anderes sehen als ebenfalls Söhne und Töchter von Müttern, mit denen sie sich solidarisch verbunden fühlen. Weil auch jene Mütter unter Schmerzen geboren und mit unaussprechlicher Liebe grossgezogen haben, was auf den Schlachtfeldern sinnlos geopfert werden soll.

Pfarrer Peter Raich

Anna Marie Jarvis, die «Mutter des Muttertages»



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