Monatsspruch April 2018:

«Jesus Christus spricht: Friede sei mit euch! Wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch.»   Joh. 20,21

 


Sonntag, 29. April 2018, 9.30 Uhr: Regionaler Gottesdienst in der Kirche Landiswil

Gottesdienst mit Goldener Konfirmation

Pfarrer Daniel Infanger

Musik: Liselotte Gäumann und Jugendmusik Landiswil

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Monatstext für April 2018 von Pfarrer Peter Raich

Jesus Christus II

Jede Religion enthält die Botschaft der Liebe und des Friedens. Es sind Menschen, die für eigene Vorteile und Macht daraus eine Botschaft von Hass und Gewalt machen können. Das sollten wir nie übersehen! Jesus hat Liebe und Frieden nicht nur gelehrt, sondern in unvorstellbarer Konsequenz gelebt. Er ist sogar so weit gegangen, dass er zur Feindesliebe aufgerufen hat (Mt 5, 43–47). Das war eine nie dagewesene moralische Erneuerung und eine Kampfansage an das bisherige menschliche Denken und Handeln.

Ein neues Gottes- und Menschenbild

Die Grundlage für diese revolutionäre Haltung war Jesu Gottes- und Menschenbild. Er schärfte seinen Mitmenschen ein: «Euer Glück und eure Würde sind unantastbar, denn sie sind in Gott verankert. Und nicht der ist ein glücklicher und guter Mensch, der Ansehen hat, unfähig ist zu trauern, stärker ist als andere, Geld besitzt, Macht hat, über Rang und Titel verfügt, für seine Ziele über Leichen geht. Selig sind vielmehr die, die sich nicht überheben, die Mitleid haben mit Unglücklichen, die sich für Gerechtigkeit einsetzen, die für den Frieden arbeiten. Wie konnte es geschehen, dass dieser friedliebende, gottverbundene Mensch auf grausamste Art hingerichtet wurde? Weil er Menschen ansteckte mit seiner Liebe und sie ermutigte, neu zu denken?

Ein Störenfried für die Mächtigen und Reichen

Obwohl Jesus einer von vielen «Heilsverkünder» damals war, ist seine Botschaft angekommen – und bis heute geblieben. Als er nach Jerusalem kam, hat er grosses Aufsehen erregt. Die Mächtigen fürchteten spätestens dann den Verlust ihrer Kontrolle über das Volk, als er die Bankiers aus dem Tempel jagte: «Ihr habt aus dem Haus meines Vaters eine Räuberhöhle gemacht!» 34 reiche, jüdische Familien, die sog. Sadduzäer, bestimmten damals, was ging und was nicht. Sie arbeiteten eng mit der römischen Besatzungsmacht zusammen, was ihre Macht garantierte und ihnen Vorteile sicherte, die sie vor allem als Geschäftsführer des Tempels besassen. Als die Lage brenzlig wurde, klagten die Sadduzäer Jesus beim Prokurator Pontius Pilatus an: «Wir haben festgestellt, dass er unser Volk aufwiegelt, denn er verbietet, dem Kaiser Steuer zu zahlen und gibt sich für den Messias-König aus.» (Lk 23,2).

Tod und Auferstehung

Der brutale, skrupellose Gewaltherrscher Pilatus macht daraufhin kurzen Prozess mit Jesus. Seine Soldaten spucken ihn an, demütigen ihn, peitschen ihn aus und setzen ihm eine Dornenkrone auf. Am Tag vor dem jüdischen Passahfest wird er gekreuzigt und stirbt am Nachmittag gegen drei Uhr. Seine Freundinnen und Freunde tauchen entsetzt und enttäuscht unter. Die Römer haben nämlich auch mit den Anhängern nicht lange gefackelt!

Jerusalem und der Tempel wurden im Jahr 70 n. Chr. von den Römern zerstört. Das römische Imperium ging unter. Die Botschaft und der Geist Jesu haben überdauert. Heute nennen sich nach ihm rund 2,3 Milliarden Menschen Christen.

Er ruft uns zu: «Friede sei mit euch!

Wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch.»

Pfarrer Peter Raich



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