Monatsspruch Oktober 2018:

«Gott, all mein Sehnen liegt offen vor dir, mein Seufzen war dir nicht verborgen»  

(Ps 38,10)

 

 


 

Sonntag, 28. Oktober 2018, 9.30 Uhr, Kirche: Familien-Gottesdienst mit Taufe

Schülerinnen und Schüler der 4. Klasse

Beatrice Hitzler, Katechetin; Peter Raich, Pfarrer;

Doris Engel, Orgel

Apéro



Sonntag, 4. November 2018, 9.30 Uhr: 1. Visionssonntag: Gottesdienst mit Abendmahl zum Reformationssonntag, Pfarrer Andreas Zeller, Synodalratspräsident

«Auf die Bibel hören – nach den Menschen fragen.»

Gottesdienst mit Abendmahl

Musik: Jodelduett Melanie und Daniela Moser, Walkringen und Eva Probst, Orgel

Im Anschluss an den Gottesdienst sind alle herzlich zu Kaffee und Züpfe in den Saal des Sternenzentrums eingeladen.

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Reformationssonntag

1. VISIONSSONNTAG, 4. November 2018

Vor gut einem Jahr hat unsere Kirche mit einem grossen Fest in der Stadt Bern ihre neue Vision begrüsst: «Von Gott bewegt. Den Menschen verpflichtet.», mit diesem Grundsatz wollen die Reformierten Kirchen Bern­Jura­Solothurn in den kommenden Jahren unterwegs sein. Die Vision und ihre sieben Leitsätze sollen das kirchliche Leben auf sein Fundament ausrichten und einen Weg in die Zukunft weisen. Vision und Leitsätze drücken aus, wie unsere Kirche sich den Herausforderungen von heute und morgen stellen will: als offene, vielfältige Volkskirche; als Kirche in einer lebendigen reformierten Tradition; und als Kirche auf biblischem Fundament.

Zwischenhalt Visionssonntag

Seit einem Jahr sind die Kirchgemeinden und die Landeskirche daran, die Vision in ihrem Handeln wirksam werden zu lassen. Die Umsetzung kann nur gelingen, wenn es immer wieder Momente gibt, in denen man sich ge-meinsam auf diese Sätze besinnt. Und gemeinsam darüber nachdenkt, was sie für unser Kirchesein bedeuten. Deshalb hat der Synodalrat entschieden, dass einmal im Jahr in allen Kirchgemeinden eine Art Zwischenhalt eingeschaltet wird. Ein Marschhalt, eine Denkpause, ein Moment des Feierns und der Freude . Am ersten Sonntag im November – am Reformationssonntag – findet darum in den kommenden Jahren im ganzen Kirchengebiet der Visionssonntag statt.

Warum am Reformationssonntag? Der Reformationssonntag dient dazu, des Ursprungs der reformierten Kirchen im reformatorischen Aufbruch von Zwingli, Calvin und anderen zu gedenken. Er dient aber auch dazu, darüber nachzudenken, was es heute heisst, reformiert zu sein. Eine Kirche also, die sich immer wieder von Gottes Wort reformieren lässt. Am Reformationssonntag schauen wir nicht primär zurück, sondern nach vorn.

Und genau darum geht es auch in der Vision – um den Blick in die Zukunft, indem wir uns auf unsere Fundamente besinnen. Der Reformationssonntag war so gesehen immer schon etwas wie ein Visionssonntag. Und der Visionssonntag soll im Grunde nichts anderes sein als ein Reformationssonntag.

Ein Leitsatz als «Jahresmotto»

Jedes Jahr soll in Zukunft ein Leitsatz besonders im Mittelpunkt stehen. Nicht ausschliesslich, aber als Schwerpunkt. Der Leitsatz bildet sozusagen ein Jahresmotto – ohne dass dabei die anderen Leitsätze vergessen werden sollen. Der Visionssonntag eröffnet jeweils für das kommende Jahr den Weg mit dem neuen Leitsatz. Für den Visionssonntag 2018 und das Jahr 2019 ist dies der erste Leitsatz: «Auf die Bibel hören – nach den Menschen fragen.» Der Sonntag bietet Gelegenheit, zusammen darüber nachzudenken, was es für uns persönlich und die eigene Kirchgemeinde bedeu-tet, sich an den biblischen Texten zu orientieren. Und was es heisst, ernsthaft nach den Menschen zu fragen. Nicht nur nach denen, die bereits am kirchlichen Leben teilnehmen, sondern auch nach den vielen, die dies nicht tun. (Matthias Zeindler, Leiter Bereich Theologie der Refbejuso)

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Am Sonntag, 4. November 2018, um 9.30 Uhr, feiern wir in der Kirche Walkringen den 1. Visionssonntag.

Seien Sie dabei! Feiern Sie mit uns!

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Monatstext für Oktober 2018 von Pfarrer Peter Raich

Eine weltoffene Schweiz

Stan Wawrinka, Yasmin Giger und Breel Embolo. Drei Namen, die wir alle kennen. Drei Menschen, die sich in der Schweizer und in der internationalen Sportwelt viele Sympathien erworben und grosse Erfolge erzielt haben. Drei Schweizer Staatsbürger, die eine weltoffene Schweiz repräsentieren und uns darauf hinweisen können, wie bereichernd die Unterschiedlichkeit von Menschen sein kann. Die uns jedoch auch wachrütteln sollen, wo sich Rassenwahn und Fremdenhass ausbreiten wollen.

Die Herkunft spielt keine Rolle

Der Spitzensportler Stan Wawrinka hat deutsche Wurzeln. Sein Grossvater ist als Bio-Bauer in die Schweiz eingewandert. Mit seinen Schwestern Djanaée und Naélla und seinen Eltern wuchs der Tennisstar auf einem Bauernhof in

Saint-Barthélemy im Kanton Waadt auf. Yasmin Giger, eine junge (bald 19), herzige, schon heute äusserst erfolgreiche Leichtathletin lebt in Romanshorn und spricht einen breiten Thurgauer Dialekt. Ihre Mama ist aus der Dominikanischen Republik eingewandert und deshalb ist Yasmin von Kopf bis Fuss schwarz.

Obwohl der Weltklassefussballer und Natispieler Breel Embolo inzwischen sein Haar strohblond (gefärbt) auf dem Kopf trägt, sind die afrikanischen Wurzeln nicht übersehbar. Er wurde 1997 in Yaoundé, Kamerun, geboren. Seine Mutter liess sich mit ihren beiden Söhnen in Basel nieder, da es für die

Familie in Kamerun keine Perspektive gab. Im Dezember 2014, zwei Monate vor seinem 18. Geburtstag, wurde Embolo eingebürgert und erhielt den Schweizer Pass. Seit Ende Juni 2018 ist er gemeinsam mit seiner Partnerin Naomi Vater einer Tochter.

Wir brauchen einander

Die Vorfahren dieser drei Menschen werden im heutigen Sprachgebrauch als «Wirtschaftsflüchtlinge» bezeichnet. Diese drei (von unzählig vielen!) Beispiele zeigen jedoch, wie bereichernd für unsere Gesellschaft das Zusammenleben von Menschen unterschiedlichster Herkunft ist. Und das gilt nicht nur für den

Sport, die Kunst, die Medizin, die Wissenschaft. Das gilt für jeden Bereich des Arbeits- und Privatlebens. Wenn morgen alle ausländischen Mitarbeitenden in den Altersheimen, Spitälern und Betrieben in ihre Herkunftsländer zurückkehren würden, hätte das den Kollaps unseres ganzen gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Systems zur Folge.

Mahl der Völker

Am 21. Oktober feiern wir Erntedank und das «Mahl der Völker». Am Jubiläumsanlass des 500jährigen Bestehens unserer Kirche in Walkringen im Jahr 2015 haben wir diesen Anlass zum ersten Mal durchgeführt. Luciene Jutzi war begeistert von dieser Idee und hat sie in ihrem Herzen bewahrt. Sie hat sich dafür eingesetzt, dass das bunte Festmahl wiederholt wird, bei dem viele unterschiedliche

internationale Gerichte offeriert und gemeinsam gegessen werden. Dabei sein werden nicht nur europäische, sondern auch asiatische und südamerikanische Speisen.

Das Mahl der Völker wird uns daran erinnern, dass wir auch in Walkringen eine vielstimmige Gemeinschaft sind. In unserer kleinen Gemeinde leben tatsächlich rund 80 Menschen aus über 20 Nationen. Es soll ein Fest der Begegnung, der Wertschätzung und der Freundschaft werden. Und es wird uns Christinnen und Christen daran erinnern, dass wir alle den gleichen Wert vor Gott haben. Yasmin Giger, Breel Embolo, Stan Wawrinka und die vielen anderen

Menschen aus der ganzen Welt sind nicht durch ihre Leistung unsere Schwestern und Brüder, sondern weil wir alle Kinder Gottes sind.

Entgegen der Vorankündigung findet der Erntedankgottesdienst in der Kirche (nicht auf dem Bauernhof der Familie Ritter) und das anschliessende Mahl der Völker im Sternensaal statt.

Wir freuen uns auf diesen besonderen Tag und laden alle WalkringerInnen dazu ein.

Peter Raich, Pfarrer



Pfarrer Peter Raich
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